Corps Vitruvia München

Studentenverbindung · Corps · Weinheimer Seniorenconvent

Über uns


Das Corps Vitruvia blickt als Studentenverbindung auf eine mehr als 150-jährige Geschichte zurück. Gegründet am 15. Juni 1863, ist es seither eine Vereinigung von Studenten und ehemaligen Studierenden, welche ohne politische Tendenzen und unter Wahrung vollständiger Freiheit des Einzelnen in religiöser und wissenschaftlicher Beziehung als Freunde und Brüder für immer fest zusammenstehen.

Unsere aktiven Mitglieder sind Studenten verschiedenster Fachrichtungen an der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität in München. Zusammen mit den ehemaligen Studenten, den Alten Herren, bilden wir eine Gemeinschaft mit über 100 Angehörigen.

Wir unterstützen, fördern und fordern uns während des Studiums und darüber hinaus. Heterogenität, überfachlicher Austausch und der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus sind uns genauso wichtig wie die Vermittlung gesellschaftlicher Parkettsicherheit, das Übernehmen von Verantwortung und die individuelle Charakterförderung.

Als Corps sind wir eine schlagende Verbindung und bekennen uns zur Bestimmungsmensur. Wir praktizieren das akademische Fechten und trainieren dieses mehrmals die Woche gemeinsam. Das gemeinsame Training und die damit verbundene Bestimmungsmensur sind integraler Bestandteil unserer Gemeinschaft.

Als Freunde bestreiten wir unser Studium gemeinsam und gestalten unsere Freizeit im Team. Gemeinsame Ausflüge in verschiedene Städte Deutschlands und Europas gehören genauso dazu wie ausgelassene Partys mit über 200 Gästen, berauschende Bälle und anspruchsvolle Seminare.

Lerne uns auf den nächsten Seiten näher kennen und setze Dich mit uns in Verbindung, wenn auch Du Teil unserer Gemeinschaft werden möchtest.

Semesterprogramm


Hier findet ihr unser Semesterprogramm des Sommersemesters 2016.

Es findet jeden Mittwoch um 19 hst ein Vitruvenabend statt. Hierbei handelt es sich um ein Aktivenessen im Kleinveranstaltungsrahmen.



Ihr könnt euch das Semesterprogramm oben herunterladen und in euren Kalender importieren. Außerdem könnt ihr den Kalender abonnieren und die Veranstaltungen für die kommenden Semester automatisch synchronisiert bekommen.

Hierfür abonniert ihr folgenden Google-Kalender:

https://calendar.google.com/calendar/ical/67acbvhh1n18jg2ngki73mv6sk%40group.calendar.google.com/public/basic.ics

Warum Corps?


Warum Corps? Um diese Frage beantworten zu können muss man sich zunächst einer anderen Frage detaillierter zuwenden und zwar der Frage ‚Was ist ein Corps?‘.

Als nach der französischen Revolution die ersten Corps als Ergebnis einer studentischen Reformbewegung entstanden, kannte man die Bezeichnung ,Corps’ für diese neuen studentischen Gemeinschaften noch nicht. Bisher waren lediglich sog. ‚Landsmannschaften‘ bekannt, die die Studentenlandschaft an den Universitäten weitestgehend fest in der Hand hielten. Aufgrund des Ähnlichen Aufbaus zu Landsmannschaften wurden die Begriffe ‚Corps‘ und ‚Landsmannschaft‘ oft synonym verwendet. Da die Landsmannschaften historisch belastet waren, wollten sich die neu entstanden ‚Corps‘ stärker von ihnen differenzieren. Der Hauptunterschied bestand darin, dass Corps ihre Grundsätze schriftlich festhielten und sich zu Verbänden zusammenschlossen. Trotz der Bemühungen zur Differenzierung setzte sich der Begriff ‚Corps‘ aber nur verhältnismäßig langsam allgemein durch. Noch lange kann man daher in ein und derselben corpsstudentischen Urkunde die Bezeichnung ,Corps’ und ‚Landsmannschaft’ synonym nebeneinander und durcheinander gebraucht vorfinden.

Mit den heutigen Landsmannschaften haben aber diese alten Landsmannschaften (Corps) entwicklungsgeschichtlich nichts zu tun. Die heutigen Landsmannschaften sind erst Kinder einer studentischen Reformbewegung der 1840er Jahre und sind aus einer Gegnerschaft zu den Corps entstanden. Daher bilden an jeder klassischen deutschen Universität die Corps heute die ältesten und traditionsreichsten Studentenverbindungen.

Im weiteren Verlauf des 19., 20. bis hin ins 21. Jahrhundert hinein entstand eine Große Vielfalt an verschiedensten Verbindungstypen, wie beispielweise Burschenschaften, Christliche Verbindungen, Turnerschaften, akademische Vereine und vieles mehr.

Im Zuge dieser Entwicklung fiel es den Corps immer schwieriger sich von anderen Verbindungstypen zu differenzieren. Bis heute sind aber zwei charakteristische Unterscheidungsmerkmale geblieben.

Corps sind farbtragende und schlagende Studentenverbindungen, die dem Toleranzprinzip verpflichtet sind: Toleranzprinzip heißt, dass wir unsere Mitglieder unabhängig von Konfession, Ethnie oder akademischer Prägung bei uns aufnehmen. Dieses Tolrenzprinzip schätzen und leben wir besonders, da es in unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich ist.

Wir fühlen uns dem gegenseitigen Respekt und der Achtung jeder einzelnen Person, ob Mitglied oder Außenstehender verpflichtet und geben diese Wertvorstellungen an unsere jüngeren Mitglieder weiter. Das Corps als solches äußerst sich daher nicht zu Tages- oder Parteipolitik, obwohl wir dennoch wert darauf legen, dass unsere Mitglieder eine politische Meinung besitzen.

Was bringts? - Eine ganze Menge!

Der Anteil der Corpsstudenten unter den erfolgreichen Absolventen ist deutlich überdurchschnittlich - ebenso wie deren Karrieren. Das kommt nicht von ungefähr: Wir fördern jedes unserer Mitglieder, z.B. durch konkrete Unterstützung im Studium, durch Seminare, durch den Kontakt mit älteren Studenten, die wissen, worauf es wirklich ankommt. Wir haben durch unsere Mitglieder, die im Beruf stehen, einen kontinuierlichen Erfahrungsaustausch und Praxisbezug. Bei uns sind Studenten aller Fachgebiete aktiv - und bieten damit die perfekte Basis ein breites Wissen aufzubauen und verschiedenste Eindrücke zu gewinnen.

Wir fordern aber auch einiges:

Engagement, Offenheit, Toleranz, Verantwortung ... und die Bereitschaft, mehr als der Durchschnitt zu leisten - und dafür auch mehr zu erreichen als der Durchschnitt. Letztlich streben wir gemäß unserem Gründungszweck auch gezielt die charakterliche Bildung hinsichtlich zeitloser Werte wie Offenheit, Toleranz und freundschaftlicher Loyalität, aber auch Standhaftigkeit und Durchsetzungsvermögen an.

Wir wenden uns ganz bewusst gegen Oberflächlichkeit und Unverbindlichkeit: Wer bei uns Mitglied wird, bleibt dies - nach einer „Probezeit“ für beide Seiten - sein Leben lang.

Das ist mit Sicherheit nichts für jeden - nur wenige werden Corpsstudenten. Aber wer will schon in der großen Masse mitschwimmen?

Wer kann bei uns Mitglied werden?

Jeder männliche Student, der an einer Münchener Hochschule immatrikuliert ist, kann sich bei uns bewerben. Nichtmitglieder sind bei uns jederzeit als Gäste herzlich willkommen.

Zusammenfassung

Das Corps Vitruvia ist eine Vereinigung immatrikulierter und früherer Studenten, die

  • den Zweck verfolgt, die Mitglieder in aufrichtiger Freundschaft auf Lebenszeit zu verbinden und – ohne Beeinflussung ihrer politischen, religiösen und wissenschaftlichen Richtung – zu Vertretern eines ehrenhaften Studententums und zu charakterfesten, tatkräftigen, pflichttreuen Persönlichkeiten zu erziehen,
  • die wechselseitige Achtung, unabhängig von Rang und Stand, vor der Eigenart und dem Wesen der Einzelpersönlichkeit und es damit einhergehend die Pflicht macht, die Ehre anderer zu achten und nicht notwendig zu verletzen,
  • unter ihren Erziehungsmitteln die Bestimmungsmensur als besonders wichtig und geeignet zur Aneignung von Selbstbeherrschung und Einsatzbereitschaft, zur charakterlichen Festigung, zur körperlichen Ertüchtigung und Pflege ritterlichen Geistes erachtet und ausübt und in ihr vor allem auch ein gemeinschaftsförderndes Element sieht,
  • eine dauernde und feste Verfassung hat, in der die Werte des Corps schriftlich fixiert sind.
  • Persönliche Entwicklung


    Vor über 150 Jahren formulierten unsere Gründer das Ziel für unsere Gemeinschaft als Ganzes sowie für jedes einzelne Mitglied, die „Veredelung des Geistes und des Herzens“ anzustreben. Auch heute legen wir ganz besonderen Wert auf diverse Eigenschaften wie beispielsweise:

  • Verlässlichkeit
  • Loyalität
  • Engagement

  • Das „Aktiv-Sein“ im Corps ist daher durchaus wörtlich zu nehmen und bietet hervorragende Möglichkeiten, diverse Soft-Skills zu erwerben und zu schärfen. Sowohl allein als auch im Team leisten wir unseren Beitrag, damit der gemeinsame Alltag und auch unsere Veranstaltungen erfolgreich verlaufen und dabei jeder Spaß hat. Beim selbständigen Lösen von Problemen bis hin zur Organisation von kleinen und großen Events – vom gemeinsamen Abendessen über die Semester-Party bis hin zum Ball mit 1000 geladenen Gästen – übernehmen wir Verantwortung, um unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen.

    Durch ehrliches und konstruktives Feedback ermöglichen und ermuntern wir uns gegenseitig, das Potential jedes Einzelnen voll auszunutzen. Sowohl beim lockeren Gespräch als auch bei regelmäßig stattfindenden Vorträgen tauschen wir uns studienfachübergreifend aus, erweitern unseren Horizont und lernen uns dadurch besser kennen. Besonders der generationenübergreifende Austausch mit Mitgliedern, die ihr Studium schon hinter sich haben, bringt häufig wertvolle Erkenntnisse.

    Hinzu kommt das Angebot unserer Seminarakademie, die ein breites Spektrum an Themen wie Rhetorik, Teamführung oder Bewerbungstraining abdeckt. Diese Seminare, die unsere Mitglieder kostenfrei besuchen können, finden gemeinsam mit anderen Studenten aus ganz Deutschland bzw. Europa statt.

    Im Zusammenleben und bei den gemeinsamen Aktivitäten werden auch stets charakterliche Eigenschaften gefördert. Zeitlose Werte wie Offenheit, Toleranz und freundschaftliche Loyalität sind für das erfolgreiche Zusammenleben im Corps ebenso wichtig wie individuelle Standhaftigkeit und Durchsetzungsvermögen. Etikette und sicheres Auftreten bei gesellschaftlichen Veranstaltungen sowie im Berufsleben sind für uns ebenso selbstverständlich. Im respektvollen Miteinander vermitteln wir uns gegenseitig diese Parkettsicherheit.

    Studium und Beruf


    Trifft man das erste Mal auf eine Studentenverbindung, stechen wohl vor allem die fröhlichen Partys auf den geräumigen Häusern der Verbindungen ins Auge – so auch im Corps Vitruvia. Doch Verbindungsstudent sein heißt mehr als nur ausgelassen feiern. Es bringt nicht zuletzt auch Möglichkeiten für das eigene Studium und den späteren beruflichen Werdegang mit sich, wenn auch vielleicht erst auf den zweiten Blick.

    Viele dieser Möglichkeiten mögen sich erst im Laufe der Zeit zeigen, doch ihre Entwicklung schwingt während dem Engagement in der Verbindung stets mit. Studentenverbindungen organisieren sich selbst, und dazu trägt jeder einzelne bei. So werden schon während der Studienzeit organisatorische Fähigkeiten gefordert und gefördert, die weit über einen Mainstream-Bachelor hinausgehen.

    Gleichzeitig ist die Repräsentation der eigenen Verbindung von großer Bedeutung, hier werden Sozialkompetenz und Redegewandtheit gleichermaßen trainiert. Und schließlich wird im Rahmen Basisdemokratischer Entscheidungsfindung auch sicheres Auftreten und Debattieren Schritt für Schritt erlernt. Bei Vitruvia werden all diese „Soft Skills“ groß geschrieben. Rhetorikseminare und andere Weiterbildungen gehören ganz selbstverständlich zu unseren regelmäßigen Unternehmungen und sind fester Bestandteil unserer Semesterplanung. Unsere Besuche bei Corps in anderen Städten schaffen zudem tiefe Einblicke in die Organisation und das Studienangebot anderer Universitäten.

    Was organisatorische Fähigkeiten, sicheres Auftreten und Co. für die Karriere bedeuten, muss nicht erwähnt werden. Doch das ist nicht alles, was Dir Dein Einsatz in einer Studentenverbindung bringt. Durch unsere Struktur, die gleichsam junge Studierende und ältere, berufstätige Mitglieder umfasst steht Dir jederzeit ein umfassender Erfahrungsschatz zur Verfügung – bestimmt auch zu Deinem eigenen Werdegang! Gemeinsame Ausflüge in die Metiers unserer berufstätigen Mitglieder bieten Dir daneben auch persönliche Einsichten in die Berufswelt.

    Freizeitaktivitäten


    Neben Studium und persönlicher Entwicklung nimmt natürlich auch gemeinsame Freizeitgestaltung einen hohen Stellenwert für uns ein. Diese reicht von ausgefallenen Aktivitäten wie Paintball in Tschechen und Segeln am Ammersee bis hin zum gemeinsamen Abendessen auf unserer Etage am Platzl.

    Sowohl Erholung als auch Sport sind unseren Mitgliedern sehr wichtig. Manche von uns verabreden sich regelmäßig, um in die Oper zu gehen, oder sich ein Kinofilm anzusehen. Andere treffen sich um Sport zu treiben – das reicht von Schwimmen, über Joggen, bis hin zum Training im Fitnessstudio.

    Im Winter wird daneben auch eine Woche Skifahren in den französischen Bergen organisiert; im Frühjahr unternehmen wir des Weiteren Städtetouren in ganz Deutschland und Besuche bei den mit uns befreundeten Studentenverbindungen in Stuttgart und Clausthal. Im Sommer sind vor allem der Englische Garten und diverse Biergärten ein beliebter Treffpunkt, um sich dem Studienalltag zu entziehen.

    Eins ist jedenfalls sicher: Bei uns langweilt man sich auch in der Freizeit nicht. Selbstverständlich sind diese Aktivitäten freiwillig, doch die Freizeit macht um so mehr Spaß, wenn man sie mit seinen Corpsbrüdern verbringt!

    Zimmerangebot


    Unsere großzügigen Räumlichkeiten eignen sich sowohl zum gemeinsamen Lernen als auch für spontane Geburtstagsfeiern, repräsentative Veranstaltungen oder einen einfachen Filmabend.

    Neben einer großen Etage im Herzen Münchens mit vielen Gemeinschaftsräumen bieten wir unseren Mitgliedern insgesamt elf Zimmer zu günstigen Preisen an. Die Zimmer sind auf drei Wohnungen verteilt, die, gut angebunden an die öffentlichen Verkehrsmittel, in der Altstadt, in Schwabing und in Sendling liegen.

    Hier kann man auch jederzeit mal Freunde beherbergen, die zu Besuch in München sind.

    Wenn Du Interesse hast, bei uns einzuziehen:



    Alte Freundschaften


    Was sind eigentlich Freundschaftscorps?

    Zwischen den unterschiedlichen Corps gibt es verschiedene Formen der Beziehungen, eine davon ist das Freundschaftsverhältnis. Ein solches Verhältnis entsteht meist durch anhaltend gute Beziehungen zwischen zwei Corps, welche, in wesentlichen Fragen des Corpsstudententums, gleiche oder ähnliche Standpunkte vertreten. Zunächst wird dabei ein Vorstellungsverhältnis begründet, welches von gegenseitigen Besuchen und gemeinsamen Veranstaltungen geprägt ist. Mit Unterzeichnung des Freundschaftsvertrages beginnt dann offiziell das Freundschaftsverhältnis. Dieser Vertrag regelt die Rechte und Pflichten beider Seiten.

    Freundschaftsverhältnisse sind bei fast allen Corps verbreitet und die meisten Corps verfügen über Freundschaftscorps.

    Welche Freundschaftscorps hat das Corps Vitruvia?

    Das Corps Vitruvia ist mit dem Corps Teutonia Stuttgart (seit 1986) und dem Corps Montania Clausthal (seit 2012) befreundet.

    Da sich beide Corps im „Viererbund“ befinden, stehen wir darüber hinaus im regelmäßigen Kontakt mit den Corps Palaeo-Teutonia Aachen und dem Corps Teutonia Dresden.

    Wie wird diese Freundschaft gelebt?

    Besonders wichtig sind uns gegenseitige Besuche zum Bundesfest und den Stiftungsfesten. Ebenso versuchen wir uns regelmäßig auf anderen Veranstaltungen zu besuchen, zum Beispiel auf Kneipen oder Semesterpartys. Weiter zeigt sich die Verbundenheit und die lebendige Beziehung durch die Mehrbänderleute, also Corpsstudenten die in beiden Verbindungen aktiv sind/waren. Doch neben diesem gesellschaftlichen Austausch besteht auch die Möglichkeit das entstandene Netzwerk aus Aktiven und alten Herren in Beruf oder Studium zu nutzen. Unter den Freundschaftscorpsbrüdern herrscht hier eine ebenso große Hilfsbereitschaft wie unter Corpsbrüdern.

    Kontakt


    Kontaktformular